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18.4.2017
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Die Reise nach Israel mit einem Hund

Es ist wirklich sehr einfach, aber ich war doch nervös, weil es das erste Mal war und die Informationen, die man bekommt, meiner Meinung nach nicht sehr klar sind. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Ihr benötigt einen Pass für Euren Hund. Den bekommt Ihr bei Eurem Tierarzt. Die Impfungen sind mehr oder weniger die üblichen. Hinzu kommt ein Bluttest 30 Tage nach der Tollwutimpfung. Das bedeutet, dass Ihr mit Eurem Tierarzt mindestens 3 Monate vor Reisebeginn über Eure Reisepläne sprechen müsst. Das „Dokument“ Israel_dogs_cats_2010_05_06 findet Ihr auf den Web-Seiten www.svscr.cz. Dieses Dokument muss von Eurem Tierarzt 3 Tage (falls Ihr an einem Sonntag fliegt 5 Tage) vor Abflug ausgefüllt und von einem Amtstierarzt bestätigt werden. Welches Veterinäramt für Euch zuständig ist, müsst Ihr nachfragen. Dies hängt von Eurer Wohnadresse ab. (die tschechische Regelung 3 Tage vor Abreise gilt für alle Länder!) Vergesst den Pass für den Hund nicht, weil Ihr dahin auch einen Stempel bekommt. Wenn Ihr das Dokument dann habt, schickt es per email an vs-airport@moag.gov.il – gültig für den Ben Gurion Flughafen (die richtige Email-Adresse habe ich nur in Israel vom Ministerium erhalten. Ein Danke-schön an Shuky Koren.) Ihr bekommt eine Bestätigung zurück, dass Euer Hund innerhalb kurzer Zeit nach Israel reisen darf. In meinem Fall waren es 10 Minuten. Damit könnt Ihr an Board des Flugzeuges gehen. (Denkt daran, dass Ihr möglicherweise Freitag Nachmittag und an Schabbat keine Antwort erhaltet, also schickt es rechtzeitig). In Israel haben wir den Zoll ohne irgendwelche Fragen passiert. Auf dem Rückweg wurden wir von der Fluggesellschaft wegen der Dokumente gefragt, aber es gab keine Probleme. Bei der Ankunft in Prag mussten wir den Hundepass vorlegen und der Chip wurde geprüft. Das war alles.

. Es klingt sehr einfach und es war auch einfach. Aber es war ein Alptraum, alle Dokumente und die richtigen Informationen zu bekommen.

Bei Fragen kontaktiert den veterinärärztlichen Service in Israel, Tel.: 00972 (0) 3 9792240 oder zviav@moag.gov.il.

Bitte nehmt zur Kenntnis, dass die Informationen, die wir hier anbieten, auf unseren eigenen Erfahrungen im Februar 2017 basieren, als wir von der Tschechischen Republik mit einem tschechischen Hund nach Israel gereist sind. Die Regelungen können geändert werden oder schon geändert worden sein.


Shvil Israel mit einem Hund

Viele Leute haben mich gewarnt, mit einem Hund in der Negev zu gehen. Sie haben recht aber auch wieder nicht. Man kann es schaffen. ABER nicht alle Streckenteile sind angenehm für Euch und Euren Hund, man muss also darüber nachdenken. Und manche Strecken sind sehr eng, wenn man den Hund im Tragesack auf dem Rücken hat. SEID ALSO VORSICHTIG! Und es gibt Strecken, auf denen Ihr den Hund sehr oft in den Tragesack nehmen müsst, und dann am Tag nur 10 Kilometer laufen könnt! Ihr braucht Wasser für Euch und den Hund und wir hatten schon im Februar Temperaturen um die 25 Grad. Für manche Hunde ist das bereits warm. Auch die Sonne scheint sehr intensiv. In vielen Regionen sind die Steine sehr scharf. Weil Kiba immer sehr motiviert war, musste ich ständig aufpassen, das er seine Pfoten nicht verletzt. Der Vorteil einer Reise mit Hund ist, dass der Hund immer genau weiss, wann Zeit für eine Pause ist und er diese auch fordert. Wenn Euer Hund also zeigt, dass er ausruhen möchte, dann fragt Euch selbst, ob Ihr nicht ebenso eine kleine Auszeit braucht. BITTE führt Euren Hund immer angeleint. Es gibt wilde Tiere und es wäre für sie nicht sicher, aber auch für Euren Hund gefährlich. Bitte haltet Euch daran, dass Ihr Euch nicht vor einer Stunde nach Sonnenaufgang und 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang an Quellen aufhaltet. (Ein Akev eine Stunde mehr!) Wenn ein Ranger einen Hund in einem Naturschutzgebiet unangeleint sieht, kann die Strafe sehr hoch sein!



Nachdem wir Maktesh Ha Katan passiert hatten, war der Weg Richtung Norden nicht mehr besonders schwierig für meinen Hund, ebenfalls nicht Mount Arbel. Auch gab es in der Negev eher selten schwierigere Streckenteile. Der Teil in Timna Park ist nicht empfehlenwert mit einem Hund - es ist viel zu klettern für einen Hund und teilweise muss er in den Tragesack. Es gibt dort mehrere Strecken mit Kletterleitern, wo Ihr einen Tragesack für Euren Hund benötigt, damit beide Seiten abgesichert sind. Und auch Streckenteile wie Mount Karbolet stellen eine Herausforderung dar. Wenn Ihr genug Zeit habt und gut vorbereitet seid, ist es zu schaffen. An dieser Stelle möchte ich mich vielmals bei Timna Park bedanken – sie haben uns erlaubt zu campen, obwohl das an diesem Tag für Privatleute verboten war.



Nur zur Information: in den Eilat Bergen sind gekennzeichnete Pfade / shvilim und ich würde sagen, es ist gefährlich mit einem Hund, weil man wirklich klettern muss und viele Passagen sehr eng sind. Auch mit dem Hundetragesack ist es kompliziert. Seid vorsichtig, wo Ihr hintretet. Wir empfehlen nachdrücklich, die ausgeschilderten Pfade nicht zu verlassen. Es kann sehr gefährlich werden, auch wenn man das Gebiet kennt, mit sehr vielen Klippen, losen Steinen und anderem. Auch ist es in Naturschutzgebieten nicht erlaubt, die vorgeschriebenen Pfade zu verlassen. Bitte respektiert das.



Die Begegnung mit Menschen auf und entlang des Shvil Israel

So viele Leute sind den Shvil Israel oder einen Teil davon schon gegangen. Familien, Schulgruppen, kleine Gruppen und zahlreiche Paare. Wir empfehlen, den Weg nicht allein zu gehen, weil immer etwas passieren kann und man dann Hilfe braucht. In der Wüste gibt es teilweise keine oder nur eingeschränkte Mobilverbindung. Ihr könnt jetzt sagen – Du hast es doch allein gemacht – Ja, aber ich hatte ein Team mit Auto dabei. Ich hatte Mobiltelefon und ein GPS-Gerät bei mir, sodass meine Leute immer wussten, wo ich gerade bin. Auf meinem Weg habe ich viele interessante Menschen getroffen. Von Timna nach Shaharut habe ich mit ein paar Burschen gesprochen, die mir mitgeteilt haben, dies wird nicht ein langer Weg, sondern ein extrem langer Weg. In diesem Augenblick dachte ich noch, die machen Spass und habe mich für die besondere Motivation bedankt. Was sind denn 15 Kilometer? Nach einigen “mehr Minuten” habe ich dann verstanden, dass das kein Witz war. In Shaharut haben wir Gigi getroffen und über die Region und die Leute, die hier leben, gesprochen. Viele von ihnen wollen raus aus dem täglichen Berufsalltag und in der Natur leben. Im Norden habe ich eine Schulklasse getroffen und der Lehrer hat einen älteren Mann, der den Pfad entlang kam, gefragt, was er hier macht und wie alt er ist. Der Mann war 77 Jahre alt und ist den Shvil Israel schon zum dritten Mal gelaufen. In Ein Akev haben wir zwei Burschen getroffen, die ständig mit einer grossen Israelflagge gelaufen sind. Ich bin Menschen aus Israel, Deutschland, der Tschechischen Republik, Russland, der Ukraine und aus vielen anderen Ländern begegnet. Shvil Israel ist wirklich etwas Besonderes. Wenn man es macht, erfährt man, dass es Kontakte eröffnet. Jeder will Dir helfen und mit Dir sprechen. Ist die Reise sicher? Wenn man sich nicht dumm verhält, ja. Natürlich kann überall und jederzeit etwas passieren. Als ich schon einige Tage gelaufen war, musste ich über eine kleine Mauer springen und da ich mein Essen schlecht verpackt hatte, fiel es heraus und ich dachte schon, jetzt kann ich die Strecke für die nächsten zwei Wochen vergessen. Zum Glück war es nicht so schlimm und wir konnten weitergehen.